Kompatibilität von FoxESS-Akkus und Wechselrichtern

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2026. August 18.
FoxESS-Leitfaden zur Akkukompatibilität für Installateure: komplexe Energiespeichersysteme, Wechselrichter, BMS, CAN, Modulanzahl und Erweiterbarkeit.

Die Kombination aus FoxESS-Akku und Wechselrichter ist keine Aufgabe, die man einfach aus dem Katalog abhaken kann. Die Anzahl der Module, der Spannungsbereich und die Kommunikationseinstellungen entscheiden gemeinsam darüber, ob das System in Betrieb genommen werden kann. Wenn sich dies erst vor Ort herausstellt, ist es bereits zu spät: Eine falsche Kombination bedeutet eine ausgefallene Inbetriebnahme, Rücksendung und einen unzufriedenen Kunden. Deshalb beginnen wir damit, was vor der Freigabe eines komplexen Systementwurfs überprüft werden sollte.

Anschließend gehen wir auf die technischen Unterschiede der FoxESS-Energiespeicher ein: die Modulanzahl und die parallele Erweiterung des EP6, die Kapazitäts- und Spannungsverhältnisse des EP12 sowie die Rolle des CQ7 in Systemen mit höherer Kapazität. Ein eigener Abschnitt befasst sich damit, welche Wechselrichterfamilien diese Akkus unterstützen.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung: Wozu dienen Master- und Slave-Module, wie müssen die BMS- und CAN-Kommunikation aufgebaut werden und was muss bereits bei der Verkabelung, der Absicherung und der späteren Kapazitätserweiterung entschieden werden? Der abschließende Fragenkatalog behandelt die häufigsten Planungsfragen zur Kompatibilität von FoxESS-Akkus. Hinter jeder Aussage stehen Herstellerdatenblätter oder Installationsunterlagen; die Quellenangaben sind in den einzelnen Abschnitten gekennzeichnet.

Was muss vor der Planung eines komplexen FoxESS-Systems überprüft werden?

Bei der Kompatibilitätsfrage geht es selten darum, ob eine bestimmte Batterie mit dem Wechselrichter funktioniert. Viel häufiger geht es darum, mit wie vielen Modulen sie funktioniert, bei welcher Mindestanzahl und unter welchen funktionalen Einschränkungen. Fünf Punkte sollten geklärt sein, bevor Sie den Systemplan aus der Hand geben.

Wechselrichterfamilie und -generation. Die Typenbezeichnung allein reicht nicht aus. Die Hybrid- und die AC-gekoppelten Varianten (H1/AC1, H3/AC3) unterliegen separaten Konfigurationstabellen, und auch der Generationswechsel spielt eine Rolle: Die erste Generation des H1 lässt eine niedrigere maximale Batteriespannung zu als die zweite.

Mindest- und Höchstanzahl an Modulen. Dies ist der häufigste Planungsfehler. Die Konfigurationsanleitung des Herstellers gibt für jede Wechselrichter-Batterie-Kombination sowohl eine Mindest- als auch eine Höchstanzahl an. Das HV2600-Modul benötigt in Kombination mit einem H3-Wechselrichter mindestens drei, in Kombination mit einem H1-Wechselrichter hingegen reichen bereits zwei aus. Wer nur die Obergrenze berücksichtigt, verkauft ein unterdimensioniertes System.

Länderspezifische Abweichungen. Die Konfigurationstabelle ist nicht auf allen Märkten einheitlich. In Italien gelten aufgrund der CEI 0-21-Zertifizierung strengere Mindestanforderungen, sodass eine in einem anderen Land bewährte Konfiguration nicht einfach übernommen werden kann.

Garantierisiko. Der Hersteller legt ausdrücklich fest, dass er sich das Recht vorbehält, Garantieansprüche abzulehnen, wenn die Anlage nicht gemäß der Konfigurationsanleitung errichtet wird. Daher ist die Überprüfung der Kompatibilität der FoxESS-Akkus auch eine Frage des unternehmerischen Risikomanagements und nicht nur eine technische Formalität.

Funktionale Einschränkungen. Beibestimmten Konfigurationen fallen bestimmte Funktionen weg. Bei einem H3-Wechselrichter mit drei HV-Modulen oder einer 1CM+2CS-Konfiguration wird „Black Start“ nicht unterstützt, d. h., das System kann nicht ohne PV und Netz, sondern ausschließlich über die Batterie gestartet werden. Dies sollte dem Kunden besser im Voraus mitgeteilt werden als erst beim ersten Stromausfall.

Der erste Schritt bei der Planung ist daher nicht die Kapazitätsberechnung, sondern das Herunterladen der aktuellen Version der Konfigurationstabelle des Herstellers.

Technische Unterschiede bei den FoxESS-Energiespeichern

Im FoxESS-Angebot existieren zwei in ihrer Logik unterschiedliche Energiespeicherarchitekturen nebeneinander, und dieser Unterschied entscheidet darüber, wie das System später erweitert werden kann. Diese Entscheidung muss ganz am Anfang der Systemplanung getroffen werden, da sie im Nachhinein einen Schrankwechsel bedeutet.

Die EP-Serie besteht aus eigenständigen Akkumodulen, die an der Wand oder auf dem Boden aufgestellt werden können. Die Erweiterung erfolgt durch Parallelschaltung von bis zu vier Modulen; ab dem zweiten Modul ist hierfür eine HV-Anschlussdose erforderlich.

Die CQ-Serie besteht dagegen aus auf dem Boden stehenden, in Reihe geschalteten Modulen: Ein Master-Modul übernimmt die Systemsteuerung, während die Slave-Module die Kapazität bereitstellen.

Die FoxESS-Energiespeicher unterscheiden sich also nicht nur in ihrer Kapazität, sondern auch in der Art der Erweiterung. In den folgenden drei Abschnitten gehen wir auf die Auslegungsparameter der Modelle EP6, EP12 und CQ7 ein.

FoxESS EP6 – kompatible Wechselrichter, Modulanzahl und parallele Erweiterung

Laut dem Datenblatt des EP6 Plus ist der Akku mit allen Serien der Wechselrichterfamilien H1, H3, H3 Smart und H3 Pro kompatibel. Er funktioniert nicht mit Wechselrichtern von Drittanbietern, da es sich um ein geschlossenes System mit Hochspannung und CAN-Kommunikation handelt.

Für die Planung reicht die Nennleistung von 5,76 kWh allein nicht aus. Die Nennspannung beträgt 192 V, der Betriebsbereich liegt zwischen 174 und 219 V, der maximale Lade- und Entladestrom beträgt 30 A, der empfohlene Ladestrom hingegen nur 15 A. Wenn der Kunde mit einer Schnellladung rechnet, muss man ihm diesen Wert nennen, nicht den Spitzenwert.

Bei einer parallelen Erweiterung erlaubt das Datenblatt maximal vier Einheiten, also 23,04 kWh, und ab dem zweiten Modul ist eine HV-Anschlussdose erforderlich. Die Dimensionierungsrichtlinie des Herstellers erlaubt jedoch mit dem H3 Pro-Wechselrichter sogar acht Module. Bei den FoxESS H3-Batteriekonfigurationen sticht die Pro-Variante also aus der Reihe; entnehmen Sie diesen Wert daher bei jedem Projekt der aktuellen Dimensionierungstabelle und verlassen Sie sich nicht auf Ihr Gedächtnis.

Bei der Installation im Freien sind zwei Angaben entscheidend: die Schutzart IP65 und die Betriebstemperatur. Beim Laden arbeitet das System zwischen 0 und 55 Grad, beim Entladen zwischen -10 und 55 Grad. Die Heizfunktion ist im Datenblatt als Option aufgeführt und gehört nicht zur Grundausstattung. An Installationsorten mit kaltem Klima ist dies eine konkrete Bestellentscheidung und keine Nebensache.

Das 51 kg schwere Gerät mit den Abmessungen 380 x 640 x 185 mm kann sowohl an der Wand als auch auf dem Boden aufgestellt werden; bei der Wandmontage sollten Sie jedoch vorab die Tragfähigkeit der Konstruktion prüfen.

FoxESS EP12-Systemauslegung: Leistung, Spannungsbereich und Wechselrichteranschluss

Die Nennkapazität des EP12 beträgt 11,52 kWh, die Nennspannung 384 V und der Betriebsbereich liegt zwischen 348 und 438 V. Dies ist der wichtigste Unterschied zum EP6: Es handelt sich nicht um dieselbe Spannungsplattform.

Die praktische Konsequenz: Die beiden Modelltypen können nicht innerhalb eines Systems gemischt werden. Die Herstellerdokumentation erlaubt eine Mischung innerhalb derselben Spannungsklasse, beispielsweise EP11 und EP12 in einem System, vorausgesetzt, für jedes Modul ist die aktuellste Firmware verfügbar und diese ist auch installiert. Für die Kombination von 192-Volt- und 384-Volt-Einheiten liegt keine Genehmigung vor.

Was bei der Dimensionierung oft übersehen wird: Die Kapazität des EP12 ist doppelt so groß wie die des EP6, der maximale Lade- und Entladestrom beträgt jedoch bei beiden 30 A, der empfohlene Ladestrom 15 A. Das heißt, die doppelte Kapazität bedeutet nicht die doppelte Leistung. Wenn der Kunde eine hohe Momentanlast anstrebt, muss er nicht die Kapazität, sondern den Wechselrichter wählen.

Auf der Wechselrichterseite ist der FoxESS EP12 mit den Baureihen H1, H3 und H3 Pro kompatibel und verfügt über CAN-Kommunikation. Überprüfen Sie bei der Planung, ob der Spannungsbereich des Wechselrichters auf der Batterieseite den oberen Wert von 438 Volt abdeckt. Laut Herstellerforum unterstützt beispielsweise die erste Generation der H1-Reihe das Heizsystem des EP12 nicht, die zweite Generation hingegen schon. Dieses Detail stellt sich erst bei der Inbetriebnahme heraus.

Bei einer Erweiterung können vier Einheiten parallel geschaltet werden, was eine Systemkapazität von 46,08 kWh ergibt, inklusive HV-Anschlusskasten. Die physikalischen Abmessungen stellen jedoch eine erhebliche logistische Herausforderung dar: Ein Modul wiegt 98 kg und misst 710 x 640 x 185 mm. Dies muss sowohl beim Heben als auch bei der Befestigung berücksichtigt werden.

Einsatz des FoxESS CQ7-Akkus in Energiespeichersystemen mit höherer Kapazität

Das CQ7-Modul basiert auf einer anderen Logik als die EP-Serie. Hier werden die Module in Reihe geschaltet: Ein CQ7-M-Master und maximal dreizehn CQ7-S-Slave-Module bilden einen Turm. Ein Modul hat eine Kapazität von 7,02 kWh, die maximale Systemkapazität beträgt 98,28 kWh.

Die Reihenschaltung hat eine Konsequenz, die bei der Planung nicht außer Acht gelassen werden darf: Die Nennspannung des Systems ändert sich mit der Anzahl der Module. Bei zwei Modulen beträgt sie 115,2 V, bei vierzehn 806,4 V, und der Betriebsbereich erstreckt sich zwischen 104,4 und 919,8 V. Das heißt, nicht die gewünschte Kapazität bestimmt die Anzahl der Module, sondern der Spannungsbereich des Wechselrichters auf der Batterieseite legt das Minimum fest.

Auch bei der Leistung liegt er in einer anderen Liga. Der empfohlene Lade- und Entladestrom beträgt 50 A, der maximale Wert 80 A, der Spitzenentladestrom 110 A für eine Minute. Dies reicht auch für größere Verbraucherspitzen und die Versorgung von Dreiphasensystemen aus, im Gegensatz zur 30-Ampere-Grenze der EP-Serie.

Der Aufstellungsort muss jedoch vermessen werden. Die Breite und Tiefe des Turms sind konstant und betragen 660 × 360 mm, die Höhe steigt jedoch mit der Anzahl der Module: bei zwei Modulen beträgt sie 420 mm, bei vierzehn Modulen 2280 mm. Das Gewicht skaliert entsprechend von 105,5 kg bis 711,5 kg. Bodenbelastung, lichte Höhe und Anfahrweg: Alle drei sind Planungsdaten.

In kalten Umgebungen erweitert die optionale Heizfunktion des FoxESS CQ7 den Betriebsbereich: Ohne diese Funktion beginnt der Ladevorgang bei über 0 Grad, mit der Heizfunktion ist der Betrieb hingegen bis zu -25 Grad möglich. Bei der Installation im Freien auf einem Ständer handelt es sich hierbei um eine Bestelloption, nicht um eine nachträglich aktivierbare Softwarefunktion. Diese Entscheidung haben wir bei uns von der Tagesordnung gestrichen: Die in unserem Angebot enthaltenen FoxESS-Energiespeicher sind ausnahmslos in beheizter Ausführung erhältlich, sodass das Laden bei Kälte keine gesonderte Bestelloption darstellt.

Welche Wechselrichter-Serien sind mit den FoxESS-Akkus kompatibel?

Der FoxESS-Akku bildet ein System mit einer eigens hergestellten Hochspannungs-Wechselrichterfamilie. Dies hat den Vorteil, dass Akku, Wechselrichter und Kommunikationskomponenten vom selben Hersteller stammen, aufeinander abgestimmt und gemeinsam getestet wurden. Dafür empfiehlt es sich bei der Systemplanung, innerhalb der FoxESS-Produktfamilie zu bleiben, da Niederspannungsakkus mit anderer Architektur nicht in diese Struktur passen.

Die Auswahl ist dennoch groß. Einphasige Hybrid- und AC-gekoppelte Einheiten: H1 und AC1. Dreiphasige Einheiten: H3/AC3, H3 Smart, H3 Pro und H3 Plus. Hinzu kommen die vormontierten All-in-One-Systeme AIO und PowerQ. Das gesamte Angebot an FoxESS-Wechselrichtern findest du auf unserer Kategorieseite.

Die praktische Frage lautet nicht, welche Baureihe, sondern welche Baureihe mit wie vielen Modulen. Hier bietet die H3 Pro den größten Spielraum: Während die H1- und die H3-Serie vier EP-Module verwalten, sind es bei der Pro-Variante acht. Wenn du aus FoxESS EP6-Modulen eine größere Kapazität zusammenstellst, löst dieser Unterschied die Aufgabe mit einem einzigen Wechselrichter.

Bei seriell erweiterbaren Batterietürmen hilft eine einfache Regel: Ein Wechselrichter versorgt einen Turm, und wenn Sie zwei Türme miteinander verbinden, sollten Sie diese mit derselben Modulanzahl und somit derselben Spannung aufbauen. Hierfür ist der Parallelanschluss des Wechselrichters oder ein Gerät auf H3 Pro-Niveau die Lösung.

Bei FoxESS H3-Batteriekonfigurationen lohnt es sich daher, vor der Bestellung drei Angaben nebeneinander zu stellen: den Typ und die Generation des Wechselrichters, die minimale und maximale Modulanzahl der Batteriefamilie sowie den Spannungsbereich des Wechselrichters auf der Batterieseite. Wenn diese drei Werte übereinstimmen, verläuft die Inbetriebnahme reibungslos, und der Kunde erhält vom ersten Tag an das, was Sie ihm versprochen haben.

Die Rolle von Master- und Slave-Batteriemodulen in den FoxESS-Energiespeichern

In den FoxESS-Batterietürmen unterscheiden sich Master- und Slave-Module nicht in ihrer Größe, sondern in ihrer Funktion. Das Master-Modul ist die Systemsteuerung: Es enthält die BMU, das Schaltelement und die CAN-Kommunikationsschnittstelle, über die der Turm mit dem Wechselrichter kommuniziert. Die Slave-Module tragen reine Kapazität bei.

Daraus ergibt sich die Bestelllogik. Für jeden Turm ist genau ein Master erforderlich, dazu mindestens ein Slave, d. h., das kleinste funktionsfähige System besteht aus zwei Modulen mit einer Kapazität von 14,04 kWh. Wenn Sie mehrere Türme errichten, erhält jeder seinen eigenen Master.

Die Mindestanzahl an Modulen wird vom Wechselrichter vorgegeben, und die angegebene Stückzahl umfasst immer auch den Master. Bei einphasigen H1-G2- und AC1-G2-Systemen liegt der Bereich bei zwei bis sieben Modulen, also einem Master und einem bis sechs Slaves. Beim H3 Smart sind es drei bis zwölf, also ein Master und zwei bis elf Slaves. Beim H3 Pro sind es vier bis zwölf pro Turm bei zwei Türmen, beim H3 Plus vier bis vierzehn bei bis zu drei Türmen, wobei jeder Turm einen eigenen Master erhält. Diese Tabelle ist Ihr bester Freund bei der Angebotserstellung.

Die Struktur erleichtert auch spätere Erweiterungen. Wenn der Kunde Kapazität hinzufügen möchte, reicht es aus, Slave-Module zu bestellen; die Steuerung übernimmt weiterhin der vorhandene Master. Das FoxESS-Batteriesystem ist somit kein abgeschlossenes Paket, sondern wächst über Jahre hinweg mit den Anforderungen mit.

Ein Punkt sollte bereits bei der ersten Planung durchdacht werden: die maximale Auslastung des Turms. Wenn der Kunde innerhalb von zwei Jahren eine höhere Kapazität plant, empfiehlt es sich, den entsprechenden Ausgangswechselrichter zu wählen, da die Erweiterung später nur das Hinzufügen einiger Module erfordert und keine Systemumrüstung. Dieses Gespräch ist die fünf Minuten wertvollste Zeit bei der Angebotserstellung.

Korrekte Auslegung der BMS- und CAN-Kommunikation bei FoxESS-Batteriesystemen

Die Kommunikation ist der Punkt, an dem die meiste Zeit bei der Inbetriebnahme verloren geht, obwohl sie mit ein paar einfachen Regeln berechenbar gemacht werden kann. Das Kommunikationskabel verläuft vom BMS-Anschluss des Wechselrichters zum PCS-Anschluss des Akkus. Diese beiden Bezeichnungen sind nicht vertauschbar, und auch die Kurzanleitung zur Installation beginnt mit dieser Zuordnung. Bei den EP- und CQ-Serien erfolgt die Kommunikation über das CAN-Protokoll, was auch in den Datenblättern so angegeben ist.

Die zweite Regel betrifft den Abschluss. Bei einem einzelnen EP-Akku müssen die beiden Abschlusswiderstandsstecker in die „Link In“- und „Link Out“-Anschlüsse auf der linken Seite des Moduls gesteckt werden. Bei mehreren Modulen muss die Kette auf dieselbe Weise an beiden Endpunkten abgeschlossen werden. Wenn bei der Inbetriebnahme keine Kommunikation stattfindet, ist dies der erste Punkt, den man überprüfen sollte.

Die dritte Regel betrifft die Abstimmung der Firmware. Die Firmware-Versionen des Wechselrichters und der Akkus müssen aufeinander abgestimmt sein, und innerhalb eines Turms sollten alle Module mit derselben aktuellsten verfügbaren Version laufen. Die Versionen können über die Benutzeroberfläche des Wechselrichters eingesehen werden; Updates können über den Installateurzugang oder durch Kontaktaufnahme mit dem Herstellerservice angefordert werden.

Zum Abschluss der Inbetriebnahme folgt eine kurze Überprüfung. Nach dem Einschalten blinken die Kontrollleuchten des BMS zunächst schnell, während das System den Abgleich durchführt, und wechseln dann zu einem gleichmäßigen Rhythmus, ohne dass eine Fehlermeldung angezeigt wird. Anschließend empfiehlt es sich, einen gesteuerten Ladevorgang zu starten und zu überprüfen, ob der Wechselrichter die Spannung und den Ladezustand der Batterie korrekt erfasst.

Überprüfen Sie abschließend in der Benutzeroberfläche des Überwachungsprogramms, ob die BMS-Daten angezeigt werden. Wenn dort der Ladezustand und die Temperatur der FoxESS-Batterie zu sehen sind, ist die Kommunikationskette durchgehend in Ordnung und Sie können das System auch aus der Ferne überwachen. Diese wenigen Minuten sparen Ihnen im Nachhinein zahlreiche Einsätze, und auch der Kunde sieht, dass die Übergabe auf allen gemessenen Daten basiert.

Verkabelung, Absicherung und spätere Kapazitätserweiterung bei FoxESS-Akkus

Die Planung der Verkabelung ist einfach, wenn Sie die Anordnung vor Ort im Voraus skizzieren. Die werkseitig mitgelieferten Gleichstrom- und Datenkabel für die Module sind drei Meter lang, die Strecke zwischen der Anschlussdose und dem Wechselrichter sollte jedoch kurz gehalten werden, etwa sechshundert Millimeter. Daraus ergibt sich die Reihenfolge vor Ort: Die Akkus werden an die Anschlussdose angeschlossen, die Anschlussdose wiederum an den Akkuanschluss des Wechselrichters.

Der Aufstellungsort muss zwei Bedingungen erfüllen. Die eine betrifft die Ausrichtung: Das Modul kann an der Wand oder auf dem Boden stehen, darf jedoch weder geneigt noch liegend montiert werden. Die andere betrifft die Umgebung: Der Bereich muss frei von Wärmequellen und brennbaren Materialien sein und ausreichend Platz für die Wärmeableitung bieten.

Beim Einschalten müssen alle DC-Schalter der Akkus in die Position „ON“ gebracht werden, anschließend muss die Power-Taste des Master-Moduls etwa drei Sekunden lang gedrückt gehalten werden. Für den Start bei Stromausfall steht die Black-Start-Funktion zur Verfügung; in diesem Fall beträgt die Tastenbetätigungsdauer ein bis drei Sekunden. Was genau in diesem Fall betrieben werden kann, erfahren Sie in einem separaten Artikel: Aufbau eines Backup-Systems mit dem FoxESS-System. An den PCS-Anschluss der Slave-Module wird übrigens kein Kommunikationskabel angeschlossen; dies sollte zusammen mit den Abschlusswiderständen vor der Übergabe überprüft werden.

Eine spätere Erweiterung lässt sich am kostengünstigsten realisieren, wenn du bereits bei der Erstinstallation daran denkst. Ein einzelnes Modul kann noch direkt an den Wechselrichter angeschlossen werden, ab dem zweiten Modul ist jedoch eine Anschlussdose erforderlich. Wenn der Kunde eine Erweiterung plant, lohnt es sich, die Anschlussdose bereits bei der Erstinstallation anzubringen, da so der Einbau des zweiten FoxESS-Akkus nur wenige Anschlüsse erfordert und keine Neuverkabelung notwendig ist.

Beachte bei einer Erweiterung einen wichtigen Aspekt: Laut Herstelleranleitung dürfen unterschiedliche Modelle nicht in einem System gemischt werden, daher erfolgt die Erweiterung immer mit dem gleichen Typ. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Größe des anfänglichen Energiespeichers auf den erwarteten Bedarf abzustimmen. Der modulare Aufbau der FoxESS-Systeme unterstützt genau dies: Die Ausgangskonfiguration kann auch Jahre später noch erweitert werden, sofern die ursprüngliche Planung gut durchdacht war.

Häufig gestellte Fragen

Funktioniert die FoxESS-Batterie mit Wechselrichtern anderer Hersteller?

Nein, das System basiert auf einer eigenen Hochspannungsarchitektur mit CAN-Kommunikation. Die Batterie bildet eine funktionierende Einheit mit den FoxESS-Hybrid- und netzgekoppelten Wechselrichterfamilien: H1, AC1, H3, AC3, H3 Smart, H3 Pro und H3 Plus. Niederspannungsakkus von Drittanbietern basieren auf einer anderen Architektur und sind daher nicht mit diesem System kompatibel. Der Vorteil besteht darin, dass der Hersteller diese Kombinationen gemeinsam testet und dokumentiert. 

Können FoxESS EP6 und FoxESS EP12 in einem System gemischt werden?

Nein. Laut Installationsanleitung dürfen unterschiedliche Modelle nicht gemischt werden; außerdem unterscheiden sich die beiden Typen hinsichtlich ihrer Nennspannung: Der EP6 hat eine Nennspannung von 192 V, der EP12 von 384 V. Bei einer Erweiterung empfiehlt es sich daher, immer das gleiche Modell zu bestellen.

Wie viele Module verwaltet ein Wechselrichter?

Das ist von Wechselrichter zu Wechselrichter unterschiedlich, daher ist immer die aktuelle Dimensionierungstabelle maßgebend. Von den EP-Modulen verwalten die Serien H1, H3 und KH jeweils vier, die H3 Pro acht. Bei CQ7-Türmen nehmen einphasige H1-G2-, AC1-G2- und KH-Systeme zwei bis sieben Module auf, das H3 Smart drei bis zwölf und das H3 Plus bis zu vierzehn pro Turm. Das H3 Pro und das H3 Plus können mehrere Türme verwalten, wobei jeder Turm über ein eigenes Master-Modul verfügt, sodass auch FoxESS-Akkusysteme mit höherer Kapazität an einen Wechselrichter angeschlossen werden können.

Wird für einen einzelnen Akku eine Anschlussdose benötigt?

Ein Modul kann direkt an den Wechselrichter angeschlossen werden, ohne Anschlussdose. Ab dem zweiten Modul ist sie jedoch erforderlich; wenn also eine Erweiterung zu erwarten ist, lohnt es sich, sie bereits bei der ersten Installation anzubringen. Bei einem einzelnen EP-Modul müssen auch die beiden Stecker mit Abschlusswiderstand in den „Link In“- und „Link Out“-Anschluss gesteckt werden. Bei der Installation des FoxESS-Akkus entscheiden diese kleinen Details darüber, ob das System auf Anhieb kommuniziert.

Was ist das kleinste funktionsfähige CQ7-System?

Ein Master- und ein Slave-Modul, insgesamt 14,04 kWh. Der Master übernimmt die Steuerung und die Kommunikation, er ist jedoch nicht eigenständig betriebsfähig. Jeder Turm benötigt einen eigenen Master, die Kapazität lässt sich jedoch mit Slave-Modulen auf bis zu 98,28 kWh erweitern. Bei einer Erweiterung muss also kein neuer Master bestellt werden, es reicht aus, die Slave-Module am bestehenden Turm anzuschließen.