Anschluss und Fehlersuche eines dreiphasigen intelligenten Zählers bei Hybrid-Wechselrichtern
In einem Hybrid-Wechselrichtersystem misst der Smart Meter am Netzanschlusspunkt die Richtung und Größe der Leistung und übermittelt diese über eine RS485-Verbindung an den Wechselrichter, der auf dieser Grundlage seinen Betrieb steuert. Ist der Anschluss des Smart Meters fehlerhaft, arbeitet der Wechselrichter mit falschen Daten: Die Verbrauchskurve folgt beispielsweise der Erzeugung oder wird negativ.
Zunächst schauen wir uns an, wozu der dreiphasige Smart Meter dient, worauf Sie bei der Planung des Smart-Meter-Anschlusses achten sollten und wann eine Direktmessung oder eine Messung über Stromwandler (CT) sinnvoll ist. Danach folgt die Einbaurichtung des Stromwandlers (CT), wobei die richtige Richtung des Pfeils je nach Hersteller variieren kann, gefolgt von der Phasenreihenfolge, der Position des Messpunkts, den Details zum RS485-Anschluss und dem Aufbau mit mehreren Wechselrichtern.
Der zweite Teil befasst sich mit der Fehlersuche: Wie begrenzt der Smart Meter die Rückspeisung, was sollten Sie bei fehlerhaften oder negativen Werten als Erstes überprüfen und wo liegen die Ursachen für Fehler im Zusammenhang mit der Kommunikation bzw. dem CT-Übersetzungsverhältnis? Abschließend gehen wir Schritt für Schritt die Fehlersuche durch, und Sie erhalten die SOLARKIT-Checkliste für die Inbetriebnahme. Die Herstelleranleitungen sehen vor, dass diese Arbeiten ausschließlich von qualifizierten Elektrofachkräften durchgeführt werden dürfen.
Wozu dient der Smart Meter in einer Anlage mit Hybrid-Wechselrichter?
Der intelligente Zähler ist das „Auge“ des Hybrid-Wechselrichters am Netzanschlusspunkt. In der dreiphasigen Ausführung misst er pro Phase die Spannung, den Strom und die Leistungsrichtung, d. h. ob Sie in diesem Moment Strom aus dem Netz beziehen oder in das Netz einspeisen. Aus diesen Daten und seinen eigenen Messwerten berechnet der Wechselrichter den Verbrauch des Haushalts.
Die gesamte Steuerung basiert auf diesen Daten. Der Hybrid-Wechselrichter entscheidet anhand der gemessenen Ein- und Ausspeisewerte, der Solarstromerzeugung und des Ladezustands der Batterie, ob der Überschuss zur Versorgung der Verbraucher, zum Laden oder zur Einspeisung genutzt wird bzw. wann er abgeschaltet wird. Ohne Zähler und Stromwandler (CT) lädt und entlädt die Batterie bei einigen Herstellern nur gemäß zeitgesteuerten (TOU) Einstellungen; für einen Betriebsmodus, der die Netzbezug automatisch minimiert, ist die Installation eines Energiezählers erforderlich. Dieselbe Messung bildet auch die Grundlage für die Begrenzung der Rückspeisung.
Ein wichtiger Unterschied besteht darin, dass der Verbrauchszähler des Wechselrichters nicht mit dem Abrechnungszähler des Stromversorgers identisch ist. In der Installationsanleitung eines weit verbreiteten Dreiphasen-Zählers wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Gerät nicht für Abrechnungszwecke bestimmt ist und seine Daten von denen des Netzverbrauchszählers abweichen können.
Ist der Zähler falsch angeschlossen, kommt es zu Fehlfunktionen der Steuerung: Bei vertauschten Stromwandlern oder falsch zugeordneten Phasen wird der Stromverbrauch als Einspeisung interpretiert, und das System lädt, entlädt oder begrenzt den Strom zum falschen Zeitpunkt.
Anschluss eines Smart Meters: Grundlegende Aspekte der Systemplanung
Der Anschluss des Smart Meters beginnt am Reißbrett, nicht am Verteilerkasten. Es lohnt sich, noch vor den Arbeiten vor Ort vier Fragen zu klären.
Die erste betrifft den Zählertyp. Der Wechselrichter liest die Zählerdaten über das Modbus-Protokoll aus; daher muss vor der Kopplung die Protokollunterstützung überprüft werden, und am sichersten ist ein vom Hersteller zugelassener Zähler. An die dreiphasigen Hybrid-Wechselrichter von Huawei wird der Zähler DTSU666-H über eine RS485-Schnittstelle angeschlossen, während bei den dreiphasigen Ausführungen der FoxEss-Wechselrichter der Zähler vom Typ DTSU666 die vom Hersteller empfohlene Lösung ist. Huawei stellt die Kommunikationsparameter des Zählers werkseitig vorein, sodass bei kompatiblen Paarungen weniger Konfigurationsfehler auftreten.
Der zweite Punkt betrifft den Messpunkt. Die Hauptaufgabe des Zählers ist die Leistungsregelung am Netzanschlusspunkt, daher hängt die Genauigkeit der „Zero-Export“-Messung eher vom Standort des Zählers als von der Hardware selbst ab. Die Platzierung wird in einem separaten Abschnitt näher erläutert.
Der dritte Punkt betrifft den Messmodus und die Kommunikation. Laut der Anleitung des Huawei DTSU666-HW ist bis 80 A ein Direktanschluss vorgeschrieben, darüber hinaus ist ein Anschluss über einen Stromwandler erforderlich. Planen Sie vor dem Anschluss des Smart Meters auch die Verlegung des Signalkabels zwischen dem Zähler und dem Wechselrichter, da für die Länge herstellerspezifische Beschränkungen gelten. Bei den einphasigen Systemen von FoxESS darf das CT-Kabel beispielsweise maximal 30 Meter lang sein; bei größeren Entfernungen ist ein Modbus-Zähler erforderlich.
Der vierte Punkt betrifft den Schutz. In den Messzweigen des Spannungsmessgeräts Huawei DTSU666-H ist pro Phase eine integrierte Sicherung eingebaut, bei anderen Messgeräten ist hingegen ein externer Trennschalter in der Nähe des Messgeräts vorgeschrieben. Planen Sie stets gemäß der Anleitung des jeweiligen Messgeräts.
Direktmessung oder CT-Messung: Welche Lösung kommt wann zum Einsatz?
Die Wahl zwischen den beiden Lösungen hängt in erster Linie von der zu erwartenden Stromstärke ab. Bei der Direktmessung verlaufen die Phasenleiter direkt durch das Messgerät, sodass keine Übersetzung stattfindet und keine CT-Richtung vorhanden ist, die gestört werden könnte. Eine Einschränkung ist der Nennstrom des Zählers: Der Huawei DTSU666-HW kann direkt bis 80 A angeschlossen werden, und auch die Direktmessvariante des DTSU666 ist für Systeme mit maximal 80 A ausgelegt. Wenn der Anschluss innerhalb dieses Bereichs bleibt, ist dies die einfachste Lösung, allerdings muss für den Anschluss die Hauptleitung aufgeschnitten werden.
Bei der CT-Messung misst der Zähler den Strom über Stromwandler, ohne dass die Hauptleitung aufgeschnitten werden muss; daher ist dies die übliche Lösung in industriellen und gewerblichen Anlagen mit hohen Stromstärken. Der dreiphasige Smart-Zähler kann in diesem Fall mit zwei Arten von Stromwandlern arbeiten. Der eine ist der vom Hersteller mitgelieferte Stromwandler mit Milliampere-Ausgang, zum Beispiel 100 A/40 mA oder 250 A/50 mA. Der andere ist der standardmäßige Stromwandler mit Ampere-Sekundärausgang (zum Beispiel 400/1 A), bei dem das Übersetzungsverhältnis nach dem Anschluss im Messgerät eingestellt werden muss.
Bei letzterem gilt die strenge Sicherheitsvorschrift, dass der Sekundärkreis unter Last niemals unterbrochen werden darf. Bei einem offenen Sekundärkreis können Spannungen im Kilovolt-Bereich induziert werden, weshalb auch die Norm IEEE C57.13 einen solchen Betrieb verbietet; vor dem Ausschalten muss der Sekundärkreis kurzgeschlossen werden.
Kurz gesagt: Bei geringen Strömen ist die Direktmessung, bei hohen Strömen die Messung mit Stromwandlern die logische Wahl; der konkrete Typ wird durch die Kompatibilitätsliste des Wechselrichters bestimmt.
CT-Anschlussrichtung: Wie lassen sich fehlerhafte Import- und Exportmessungen vermeiden?
Das Messgerät ermittelt die Leistungsrichtung anhand der zueinander relativen Phasenlage von Spannung und Strom. Stimmen die Richtungen der beiden nicht überein, ist ihr Produkt negativ, d. h., der Verbrauch wird als Einspeisung angezeigt und umgekehrt. Nach den Erfahrungen von Elektrofachleuten kann dies vier Ursachen haben: die verkehrte Ausrichtung des Stromwandlers (CT) am Leiter, die Vertauschung der Sekundärleitungen des Stromwandlers an den Klemmen, die Vertauschung der Spannungsmessleitungen sowie eine tatsächliche Rückspeisung. Zwei Fehler können sich zudem gegenseitig aufheben, weshalb ein scheinbar korrekter Wert für sich genommen noch kein Beweis ist.
Die richtige Anschlussrichtung des Stromwandlers (CT) variiert je nach Hersteller, daher gibt es keine allgemeine Regel. Laut der Anleitung von FoxESS muss der Pfeil des Stromwandlers in Richtung Netz zeigen, während andere Hersteller einen Pfeil vorschreiben, der in Richtung Last zeigt. Bei den Messgeräten von Huawei muss die Pfeilrichtung der im Anschlussplan angegebenen Richtung entsprechen, und auf der Sekundärseite ist die Polarität der Klemmen IA und IA* ebenso wichtig.
Wurde ein Stromwandler verkehrt herum eingebaut, lässt sich der Fehler auch durch Vertauschen der Sekundärleitungen (S1 und S2) beheben; dies darf jedoch nur bei spannungsfreiem Primärleiter oder kurzgeschlossenem Sekundärkreis erfolgen, und die Änderung ist in der Dokumentation festzuhalten. Einige Wechselrichter erkennen den verkehrt herum angeschlossenen Stromwandler und korrigieren dies softwaremäßig; eine physische Korrektur ist jedoch vorzuziehen, da sie bei späteren Wartungsarbeiten keine Missverständnisse verursacht. Die Überprüfung der Anschlussrichtung nach dem Anschließen wird in der Fehlerbehebungsphase Schritt für Schritt erläutert.
Phasenreihenfolge und Phasenidentifizierung bei dreiphasigen intelligenten Zählern
Der dreiphasige Smart-Zähler misst die Leistung pro Phase, daher muss jeder Stromwandler an derselben Phase angeschlossen sein, deren Spannung am zugehörigen Messeingang anliegt. Die Anschlussanleitungen der Hersteller legen dies eindeutig fest: Der an die Klemmen IA/IA* angeschlossene Stromwandler wird an den Leiter L1, der an IB/IB* an den Leiter L2 und der an IC/IC* an den Leiter L3 angeschlossen. Wenn beispielsweise der Stromwandler der Phase B mit der Spannung der Phase A verbunden wird, ist die Leistung dieser Phase völlig falsch – und damit auch der Gesamtwert.
Verlassen Sie sich bei der Phasenerkennung nicht auf die Farbe der Leitungen. Nach der heutigen Kennzeichnung ist L1 braun, L2 schwarz, L3 grau und der Neutralleiter blau, doch in vielen älteren Gebäuden kommen gemäß den Normen des letzten Jahrhunderts ganz andere Farben vor. Zuverlässiger ist die Messung: Zwischen zwei Phasen sollten ca. 400 V, zwischen Phase und Nullleiter ca. 230 V gemessen werden. Wenn du also zwischen einem Spannungseingang des Messgeräts und dem Leiter unter dem zugehörigen Stromwandler ca. 400 V misst, ist die Zuordnung mit Sicherheit falsch. Führe Messungen unter Spannung nur mit einem geeigneten Messgerät und in Schutzkleidung durch.
Lassen Sie auch den Neutralleiter nicht außer Acht: Bei einer dreiphasigen Vierleiter-Schaltung verfügt das Messgerät über einen separaten N-Anschluss. Einige Wechselrichter erkennen eine fehlerhafte Phasenzuordnung und korrigieren diese sogar automatisch. Die Fehlerbehebungsanleitung für das Messgerät von Huawei schreibt bei einem fehlerhaften Anschluss als Erstes die Überprüfung der Phasenfolge von Spannung und Strom vor.
Anschluss des Wechselrichter-Stromzählers: Wo sollte der Messpunkt liegen?
Die Regel für den Messpunkt ist einfach: Der Wechselrichter-Stromzähler muss am Netzanschlusspunkt, direkt hinter dem Abrechnungszähler und vor allen Abzweigungen messen. So fließt alles, was zwischen dem Haus und dem Netz fließt, durch die Stromwandler oder den Zähler, egal ob es sich um Entnahme oder Einspeisung handelt. Für eine genaue Regelung muss der Zähler den Netto-Leistungsfluss an der Stelle erfassen, an der die Anlage an das Netz angeschlossen ist.
Der Schaltplan des dreiphasigen PowerOcean -Wechselrichters aus der EcoFlow-Reihe veranschaulicht dies gut. Die Netz-Stromwandler (CTs) befinden sich hinter dem Zähler des Energieversorgers und der Sicherung, aber vor den nicht regelbaren Verbrauchern und dem GRID-Anschluss des Hybrid-Wechselrichters. Die notstrombetreibenen Verbraucher werden an den BACKUP-Ausgang des Wechselrichters angeschlossen; laut Hersteller ist es verboten, den GRID-Anschluss an die BACKUP-Klemme anzuschließen.
Ein typischer Fehler ist es, wenn der Stromwandler nicht an die Hauptzuleitung, sondern an eine Abzweigung angeschlossen wird. Auch die Anleitung von FoxESS schreibt ausdrücklich vor, dass der Stromwandler an den eingehenden Phasenleitern angebracht werden muss. In diesem Fall erfasst der Zähler nur einen Teil des Stromverbrauchs des Hauses, und die Verbrauchskurve folgt der Stromerzeugung oder wird zeitweise negativ.
Wenn im Haus bereits ein netzgekoppelter Solarwechselrichter in Betrieb ist, sollte dessen Wechselstromausgang ebenfalls hinter dem Messpunkt an der Hauswand angebracht werden. Laut der Beschreibung von EcoFlow versorgt in diesem Fall die Erzeugung des bestehenden Systems zunächst die Verbraucher und lädt anschließend die Batterie auf. Die Details zur Installation mit mehreren Wechselrichtern werden in einem separaten Abschnitt behandelt.
RS485-Anschluss bei Hybrid-Wechselrichtern
Sowohl in den Systemen von Huawei als auch von FoxESS und EcoFlow kommuniziert der Zähler über eine RS485-Leitung mit dem Wechselrichter, wobei die Zähler vom Typ DTSU666 das Modbus-RTU-Protokoll verwenden. Dies ist eine störungssichere Lösung, jedoch nur, wenn Verkabelung, Adressierung und Abschluss korrekt sind. Fehler beim RS485-Anschluss sind heimtückisch: Bei einem falsch angeschlossenen Gerät funktioniert der Bus oft teilweise, es treten jedoch immer mehr Datenfehler auf. Die folgenden drei Punkte behandeln die Details, die bei der Installation am häufigsten falsch gemacht werden.
A/B-Polarität und Verkabelungsregeln
Die Grundregel lautet: A an A, B an B. Das Problem ist, dass die Hersteller die Leitungen nicht einheitlich kennzeichnen – manche verwenden die Bezeichnungen A/B, andere +/- oder D+/D-, und sogar die Bedeutung von A und B kann vertauscht sein. Wenn das Messgerät trotz korrekter Parameter nicht reagiert, sollten Sie als Erstes die beiden Adern vertauschen. Eine verkehrte Polarität verursacht keine Schäden, lediglich die Kommunikation wird unterbrochen.
Das Kabel sollte aus verdrillten Adernpaaren bestehen, eine Wellenimpedanz von 100–120 Ω aufweisen und abgeschirmt sein. Das EcoFlow schreibt ein abgeschirmtes Netzwerkkabel der Klasse CAT5 oder höher vor und verbindet die Signale A und B gemäß dem T568B-Standard mit den Adern 1 und 2, also mit einem verdrillten Adernpaar. FoxESS akzeptiert zur Verlängerung des CT-Kabels ebenfalls die verdrillten Adernpaare eines CAT5-Kabels. Wichtig ist, dass A und B immer in einem Adernpaar verlaufen.
Erden Sie die Abschirmung nur an einem Ende, da eine beidseitige Erdung eine Erdschleife erzeugt, die Rauschen in das Signal einbringt. Auch die Überprüfung der Erdung der Abschirmung ist Teil der Fehlerbehebungsschritte des Huawei SmartLogger. Verlegen Sie das Signalkabel fern von 230-V-Starkstromleitungen, und wenn sich eine Kreuzung nicht vermeiden lässt, sollte diese im rechten Winkel erfolgen. Bei mehreren Geräten sollte der Bus kettenförmig von Gerät zu Gerät verlaufen, ohne sternförmige Verzweigungen.
Modbus-Adressierung und Kommunikationsparameter
Modbus RTU funktioniert nach dem Master-Slave-Prinzip: Der Wechselrichter sendet eine Anfrage, das Messgerät antwortet unter einer bestimmten Adresse. Stimmen die Adresse, die Datenrate oder die Parität des Messgeräts nicht mit den Einstellungen des Wechselrichters überein, kommt es zu keiner Kommunikation, obwohl die Verkabelung fehlerfrei ist.
Die werkseitigen Standardwerte des Huawei DTSU666-H lauten: Modbus-Protokoll, 9600 Bit/s, Adresse 11, ohne Parität, 1 Stoppbit. Die Datenübertragungsrate ist zwischen 1200 und 9600 Bit/s einstellbar, bei der Variante DTSU666-HW zwischen 4800 und 115 200 Bit/s, ebenfalls mit einer Standardeinstellung von 9600 Bit/s. Die Parameter des Messgeräts werden von Huawei werkseitig voreingestellt, und es wird empfohlen, diese nur im Falle eines Kommunikationsfehlers zu überprüfen und anzupassen. Das Menü ist über die Tasten des Messgeräts zugänglich, das werkseitige Passwort lautet 701. Auch EcoFlow liefert ein vorparametrisiertes Messgerät aus und bittet ausdrücklich darum, diese Werte nicht zu ändern.
Befinden sich mehrere Messgeräte an einem Bus, beispielsweise unter einem Huawei SmartLogger, dürfen sich die Adressen nicht überschneiden. Auf der Seite des Wechselrichters oder des Datenerfassungsgeräts müssen zudem der Messgerätetyp und der Kommunikationsanschluss ausgewählt werden. Die Datenrate und die Parität müssen auf beiden Seiten übereinstimmen. Wenn die Verkabelung in Ordnung ist, sollten Sie daher im Menü des Wechselrichters nach der Fehlerursache suchen: falscher Zählertyp, falscher Anschluss oder unterschiedliche Datenübertragungsrate.
Abschlusswiderstand und Länge der Kommunikationsleitung
Der Abschlusswiderstand absorbiert die vom Kabelende reflektierten Signale. Die Regel lautet: ein Widerstand von 120 Ω an jedem der beiden physikalischen Enden des Busses, und zwar genau zwei. Ein dritter Abschluss überlastet den Bus, und der Signalpegel kann unter das normierte Minimum fallen. Viele Geräte verfügen über einen schaltbaren, integrierten Abschluss. Bei Geräten in der Mitte des Buses muss dieser deaktiviert werden. Die Anzahl der Abschlüsse bei ausgeschalteten Geräten kannst du auch durch eine Widerstandsmessung überprüfen; die Vorgehensweise dazu wird im Abschnitt zur Fehlersuche beschrieben.
Bei einer kurzen Punkt-zu-Punkt-Verbindung kann bei 9600 Bit/s auf einer Länge von unter 10 Metern oft auf eine Abschlusswiderstandsinstallation verzichtet werden. Die sichere Vorgehensweise ist jedoch die Abschlusswiderstandsinstallation an beiden Endpunkten, da ein nicht abgeschlossener Bus in einer störungsbehafteten Umgebung Fehler verursachen kann. Die konkrete Lösung wird immer durch die Herstellerangaben festgelegt.
Die theoretische Grenze der Leitungslänge liegt bei 9600 Bit/s bei ca. 1200 Metern, bei höheren Datenraten deutlich darunter. In der Praxis ist jedoch die vom Hersteller angegebene Grenze maßgeblich, und diese kann, wie wir bei den Auslegungskriterien gesehen haben, sogar noch wesentlich strenger sein. Die Abzweigungen sollten so kurz wie möglich sein: Bei 9600 Bit/s sollten sie unter 1 Meter bleiben. An ein Segment können mit standardmäßigen Sende- und Empfangsgeräten maximal 32 Geräte angeschlossen werden. Wenn der Zähler in einem vom Wohngebäude weiter entfernten Zählerschrank installiert werden muss, überprüfe die Kabellänge und den Verlegeweg noch vor der Installation anhand des Herstellerdatenblatts.
Anschluss eines Smart Meters in einer Anlage mit mehreren Wechselrichtern
Bei mehreren Wechselrichtern bleibt das Grundprinzip unverändert: Der Netzanschlusspunkt wird von einem Zähler überwacht und die Entscheidung trifft ein Steuergerät. Die zulässige Einspeiseleistung wird in diesem Fall von einer zentralen Steuerung auf die Wechselrichter verteilt. Entscheiden Sie daher bei der Planung des Smart-Meter-Anschlusses zunächst, welches Gerät als Master fungieren soll.
Laut den Anleitungen von Huawei werden in einer Kaskade mit Smart Dongle der Zähler und der Smart Dongle an denselben Wechselrichter – den Master-Wechselrichter – angeschlossen. Bei der dreiphasigen MBL0-Serie können in diesem Netzwerk maximal drei Wechselrichter kaskadiert werden. Größere Anlagen werden durch den SmartLogger zusammengefasst; in diesem Fall wird auch der Zähler an den SmartLogger angeschlossen. Die beiden Netzwerklösungen dürfen innerhalb eines Systems nicht gemischt werden. Eine wichtige Einschränkung besteht darin, dass Huawei die phasenweise asymmetrische Regelung in einem Netzwerk aus parallel geschalteten Wechselrichtern mit Smart Dongle nicht unterstützt. Ausführlichere Informationen hierzu im industriellen Maßstab findest du in unserem Artikel „Huawei Smart Logger und Smart Guard – Solarmessgeräte in industriellen Systemen “.
Ein Sonderfall liegt vor, wenn ein Hybrid-Wechselrichter an ein bestehendes Netz-Wechselrichtersystem angeschlossen wird. Im dreiphasigen H3 Pro-System von FoxESS ist für die Messung der bestehenden Erzeugung ein zweiter DTSU666-Zähler erforderlich, dessen Seriennummer nicht mit der des Netzzählers übereinstimmen darf. Beim dreiphasigen System von EcoFlow hingegen können die Konfiguration und der Anschluss des eigenen Zählers der bestehenden Solaranlage unverändert bleiben. In beiden Fällen sind die Kaskaden- und Erweiterungspläne des Herstellers maßgeblich, nicht die gewohnte Logik des bisherigen Systems
Intelligenter Zähler und „Zero Export“: Wie funktioniert die Begrenzung der Rückspeisung?
Im Zero-Export-Betrieb misst der Zähler am Netzanschlusspunkt kontinuierlich die Ein- und Ausspeiseleistung, und die Steuerung vergleicht diese mit dem eingestellten Zielwert, der häufig 0 W beträgt. Tritt eine Einspeisung auf, reduziert der Wechselrichter die Leistung der Solarmodule oder speichert den Überschuss in der Batterie, während der Regelkreis innerhalb von Sekunden neu misst und korrigiert. Die schnelle, genaue Messung ist deshalb entscheidend, da eine langsame Erfassung selbst zu unerwünschter Einspeisung führen kann. Die Einstellung einer kleinen Abnahmereserve verringert daher die durch schnelle Laständerungen verursachte unbeabsichtigte Rückspeisung.
Bei der dynamischen Begrenzung gilt dieselbe Logik, nur dass der Zielwert nicht Null, sondern der zulässige Einspeisewert ist. Der Verbrauchsmesser des Wechselrichters ist also kein Zusatzgerät, sondern der Eingang der Regelung: Ist die Messung fehlerhaft, ist auch die Begrenzung fehlerhaft.
Bei einem dreiphasigen System spielt es zudem eine Rolle, ob die Begrenzung summiert oder phasenweise erfolgt. Huawei unterstützt beispielsweise die phasenweise Regelung: In diesem Fall darf die Einspeisung in keiner Phase den eingestellten Schwellenwert überschreiten, und der Wechselrichter passt seine Leistung an die Belastung der einzelnen Phasen an.
Der nationale Hintergrund: Die ab dem 1. November 2022 ausgesetzte HMKE-Einspeisung wurde ab dem 1. Januar 2024 in weiten Teilen des Landes wieder aufgehoben. Ob an einem bestimmten Standort eine Rückspeisung möglich ist, kannst du auf der MEKH-Plattform anhand der POD-Kennung zu Informationszwecken überprüfen. Der konkrete Wert der Begrenzung wird immer durch die Netzgenehmigung festgelegt.
Fehlerhafte oder negative Verbrauchswerte: Was sollten Sie als Erstes überprüfen?
Der Wechselrichter misst den Verbrauch des Hauses nicht direkt, sondern berechnet ihn anhand seiner eigenen Ausgangsdaten und der Daten des Netzzählers. Ein fehlerhafter oder negativer Verbrauchswert deutet daher in erster Linie auf einen Messfehler hin, und aus diesem Symptom lässt sich mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Ursache schließen.
Lies als ersten Schritt den Wert auf dem Display des Zählers ab und vergleiche ihn mit den Angaben in der Wechselrichter-App. Wenn der Zähler einen korrekten Wert anzeigt, der Wechselrichter jedoch nicht, suche den Fehler in den Einstellungen des Wechselrichters, beispielsweise beim Zählertyp, bei der Auswahl zwischen Zähler und Stromwandler oder bei den Stromwandler-Parametern.
Wenn du nachts auch ohne Solarstromerzeugung und ohne Entladung der Batterie eine negative Leistung siehst, deutet dies auf einen Fehler bei der Schaltungsrichtung des Stromwandlers oder bei der Phasenzuordnung hin, da in diesem Fall nichts eingespeist werden kann. Wenn der Wert nur auf einer Phase negativ und auf den anderen positiv ist, ist der Stromwandler dieser Phase höchstwahrscheinlich verkehrt herum geschaltet.
Wenn sich die Verbrauchskurve parallel zur Solarstromerzeugung bewegt, befindet sich der CT typischerweise an einer falschen Stelle, beispielsweise an einer Abzweigung. Ist der Verbrauch unrealistisch hoch und steigt er parallel zur Erzeugung an, könnten die Netz- und Lastwerte vertauscht sein, was auf einen verkehrten CT oder eine fehlerhafte Einstellung der Messrichtung hindeutet.
Wenn die Daten des Wechselrichters dauerhaft und proportional von den Messwerten des Netzbetreibers abweichen, beispielsweise um ca. 20 %, handelt es sich eher um einen Übersetzungsfehler, über den wir im Abschnitt zur CT-Übersetzung berichten.
Da sich zwei Fehler gegenseitig aufheben können, sollten Sie nach der Reparatur immer alle drei Phasen erneut überprüfen.
Kommunikationsfehler zwischen dem intelligenten Zähler und dem Wechselrichter
Wenn die Verbindung zwischen dem Zähler und dem Wechselrichter unterbrochen wird, löst der Wechselrichter einen Alarm aus. Bei den Huawei SUN2000-Wechselrichtern ist dies beispielsweise der Alarm 2067, „Faulty power collector“. Ohne Messdaten bleibt die Regelung blind, und je nach Anschlussanforderungen stellt der Wechselrichter auf eine vordefinierte Leistung um, schaltet sich ab oder gibt lediglich einen Alarm aus. Der Kommunikationsfehler ist daher kein Komfortproblem, sondern ein Betriebsproblem.
Huawei gibt für diesen Alarm vier Prüfpunkte vor, die auch als allgemeine Checkliste verwendet werden können. Stimmt der im Wechselrichter eingestellte Zählertyp mit dem tatsächlich installierten überein? Stimmen die Kommunikationsparameter überein? Wird das Messgerät mit Versorgungsspannung versorgt? Ist der RS485-Anschluss fehlerfrei? Huawei weist außerdem darauf hin, dass die werkseitige Datenübertragungsrate der Messgeräte beibehalten werden sollte, da eine Änderung dazu führen kann, dass das Messgerät offline geht, eine Warnmeldung ausgibt oder die Ausgangsleistung des Wechselrichters beeinträchtigt.
Wenn die Verbindung nur gelegentlich unterbrochen wird, deutet dies in der Regel auf Störsignale oder einen Verkabelungsfehler hin: eine Sternpunktverzweigung, fehlende oder überflüssige Abschlüsse, eine nicht geerdete Abschirmung oder eine gemeinsame Trasse mit Starkstromkabeln. Bei einer Sterntopologie können bei höheren Datenraten kontinuierlich CRC-Fehler und Zeitüberschreitungen auftreten. Bei einem Bus mit mehreren Geräten reicht bereits ein einziges falsch konfiguriertes Gerät aus, um einen Fehler zu verursachen: Laut der Dokumentation des Huawei SmartLogger müssen in einer Kette die Datenrate, das Protokoll und die Parität aller Geräte übereinstimmen, und pro Zweig dürfen nicht mehr als 30 Geräte angeschlossen sein.
Achte besonders darauf, wenn an den Messbus auch ein externes Energiemanagementgerät oder ein Datenerfassungsgerät angeschlossen ist. An einem RS485-Bus darf jeweils nur ein Master abfragen; eine Kollision zwischen zwei abfragenden Geräten führt zu einem Kommunikationsfehler.
CT-Übersetzung und Messgenauigkeit: häufige Konfigurationsfehler
Übertragungsfehler sind heimtückisch, da die Richtung stimmt und auch die Form der Kurven korrekt erscheint – lediglich die Werte sind proportional verzerrt. Wenn das im Messgerät eingestellte Übersetzungsverhältnis nicht mit dem tatsächlich installierten Stromwandler übereinstimmt, sind sowohl die Leistung als auch die Energie falsch – selbst bei fehlerfreiem physikalischem Anschluss. Der einzustellende Wert ist das Verhältnis von Nennprimär- zu Nennsekundärstrom: bei einem 200/5-A-Stromwandler 40, bei einem 100/5-A-Stromwandler 20.
Bei speziellen Stromwandlern mit Milliampere-Ausgang ist keine Umrechnung erforderlich; hier ist die Kompatibilität zwischen Stromwandler und Messgerät entscheidend. In einem im FoxESS-Community-Forum dokumentierten Fall wurde beispielsweise der werkseitige Stromwandler mit 100 A/33,33 mA durch einen mit 100 A/40 mA ersetzt, woraufhin der Wechselrichter um ca. 20 % höhere Werte anzeigte.
Auch ein überdimensionierter Stromwandler beeinträchtigt die Genauigkeit, da er bei geringer Last nur mit einem Bruchteil seines Nennstroms arbeitet. Der Huawei DTSU666-H gehört zur Genauigkeitsklasse 1: Bei 1–5 % des Nennstroms beträgt die Fehlergrenze ±1,5 %, darüber ±1 %. Das Modell DTSU666-HW wird von Huawei nicht für Systeme mit geringer Leistung und für Anschlusspunkte empfohlen, die eine hohe Regelgenauigkeit erfordern, da bei einem 400/1-Stromwandler der Fehler ±2 A betragen kann. Fachlichen Empfehlungen zufolge sollte der normale Betriebsstrom etwa 60–80 % des Nennprimärstroms des Stromwandlers betragen.
Zwei weitere Fallstricke: Bei einem dreiphasigen Dreileiternetz muss laut Huawei auch die Anschlussart eingestellt werden, da sonst die angezeigte Spannung fehlerhaft ist. Wird nachträglich ein zweites Messgerät an denselben Stromwandler angeschlossen, kann dessen Belastbarkeit möglicherweise nicht ausreichen.
Fehlersuche Schritt für Schritt
Nach dem Anschluss des intelligenten Stromzählers empfiehlt es sich, die Fehlersuche immer in derselben Reihenfolge durchzuführen: Überprüfen Sie zunächst die gemessenen Basiswerte, dann die Richtung und schließlich die Kommunikation und die Einstellungen. So wird sichergestellt, dass ein früherer Fehler die Ergebnisse der nachfolgenden Schritte nicht verfälscht. Die folgenden drei Schritte bieten ein Messprotokoll zu den in den vorangegangenen Abschnitten beschriebenen Symptomen, sodass der Verdacht durch Messungen bestätigt oder widerlegt werden kann. Die Messungen dürfen nur von qualifiziertem Fachpersonal mit geeigneten Messgeräten und Schutzausrüstung gemäß den Herstelleranweisungen durchgeführt werden.
Überprüfung der Phasenspannungen und Stromwerte
Beginnen Sie mit der Anzeige des Messgeräts: Dreiphasen-Messgeräte zeigen pro Phase die Spannung, den Strom und die Wirkleistung an. Der zu erwartende Wert beträgt ca. 230 V zwischen Phase und Nullleiter sowie ca. 400 V zwischen zwei Phasen. Fehlt eine Phase oder weicht ein Wert deutlich ab, überprüfen Sie zunächst den Anschluss und den Schutz der Spannungsmesszangen.
Vergleichen Sie anschließend die Werte durch eine unabhängige Messung: die Spannung mit einem Multimeter, die Phasenströme mit einer Zangenzange. Eine Abweichung von ein bis zwei Prozent ist normal, da zwei Messgeräte niemals genau gleich messen und einige Messgeräte den echten Effektivwert (True RMS) messen, einfachere Multimeter hingegen nicht. Wenn Sie das Messgerät selbst für verdächtig halten, gibt es einen einfachen Konsistenztest: Nach einer spannungsfreien Umverdrahtung, bei der alle drei Spannungseingänge und alle drei Stromwandler an dieselbe Phase angeschlossen sind, müssen die Werte der drei Phasen nahezu identisch sein.
Die korrekten Spannungs- und Stromwerte bedeuten noch nicht automatisch eine korrekte Leistung. Bei einer fehlerhaften Phasenzuordnung oder vertauschten Stromwandlern sind die Volt- und Ampere-Werte zwar glaubwürdig, die Leistung und der Leistungsfaktor sind jedoch fehlerhaft. Bei rein ohmscher Last, beispielsweise bei einem Elektroboiler oder einem Heizstrahler, muss der Leistungsfaktor nahe bei 1 liegen; ein Wert um −1 deutet auf eine vertauschte Polarität hin. Wenn sowohl die Leistung pro Phase als auch der Leistungsfaktor in Ordnung sind, kann die Richtung überprüft werden.
Überprüfung der Import- und Exportrichtung
Teste die Richtung mit einer bekannten Last. Schalte den Ausgang des Wechselrichters ab, vergewissere dich, dass auch die Batterie nicht entlädt, und schalte dann einen bekannten Verbraucher ein. In diesem Fall muss das Messgerät einen Verbrauch anzeigen, und der Verbrauchszähler muss ansteigen. Steigt stattdessen der Einspeisezähler an, deutet dies auf eine umgekehrte Richtung hin. Das Vorzeichen der Entnahme variiert je nach Hersteller: Bei einigen Herstellern ist die Netzleistung bei korrekter Verkabelung und ausgeschaltetem Wechselrichter negativ, bei anderen positiv. Überprüfen Sie daher immer die Vorzeichenkonvention des Herstellers in der Anleitung.
Bei einem dreiphasigen System sollten Sie dies auch für jede einzelne Phase überprüfen. Beim Einschalten eines einphasigen Verbrauchers, der von einer bekannten Phase gespeist wird, darf nur der Wert dieser Phase mit dem richtigen Vorzeichen ansteigen. Steigt der Wert bei einer anderen Phase an, liegt ein Phasenwechsel vor; ist das Vorzeichen falsch, ist der Stromwandler verkehrt herum eingebaut. Wiederholen Sie dies für alle drei Phasen.
Anschließend folgt die Erzeugungsseite. Bei Solarstromerzeugung und geringem Verbrauch muss der Zähler, sofern die Netzzugangsgenehmigung die Einspeisung erlaubt, einen Exportwert anzeigen. Im Zero-Export-Betrieb muss die Netzleistung auf dem eingestellten Sollwert bleiben, typischerweise um 0 W. Bei einigen Wechselrichtern gibt es am Ende der Installation eine ausführbare Selbstprüfung des Zählers und der Stromwandler (CTs), die eine falsche Ausrichtung oder Phasenzuordnung anzeigt. Dies ist eine schnelle Bestätigung, ersetzt jedoch nicht den oben beschriebenen manuellen Test.
Überprüfung der RS485-Kommunikation und der Wechselrichter-Einstellungen
Wenn das Messgerät nicht kommuniziert, überprüfen Sie zunächst das Messgerät. Bei vielen Messgeräten blinkt eine Anzeige, wenn RS485-Datenverkehr stattfindet. Wenn kein Datenverkehr stattfindet, liegt der Fehler in der Leitung oder bei der Abfrage des Wechselrichters.
Die Leitung lässt sich mit zwei einfachen Messungen überprüfen. Bei ausgeschalteten Geräten beträgt der zwischen A und B gemessene Widerstand bei zwei 120-Ω-Abschlüssen ca. 60 Ω. Ein davon deutlich abweichender Wert deutet auf fehlende, defekte oder zu viele Abschlüsse hin, ein Wert nahe 0 Ω auf einen Kurzschluss. Bei eingeschaltetem Bus ohne Datenverkehr beträgt die Gleichspannung zwischen A und B typischerweise 0,2–0,5 V; ein Wert nahe 0 V deutet auf fehlende Vorspannung oder eine tote Leitung hin. Achten Sie auch auf die Anschlüsse: Für RS485 gibt es keine einheitliche RJ45-Pinbelegung, sodass ein zwischen den Geräten zweier Hersteller eingestecktes Standard-Patchkabel die Datenleitung sogar mit einem Stromversorgungskontakt verbinden kann.
Überprüfen Sie auf der Wechselrichterseite, ob das Messgerät freigeschaltet ist und ob der ausgewählte Messgerätetyp und Port mit dem installierten übereinstimmen. Die Adresse, die Datenrate und die Parität müssen mit denen des Zählers übereinstimmen, und die Parameter für die Einspeisebegrenzung müssen der Netzgenehmigung entsprechen. Überprüfen Sie abschließend in der Hersteller-App, ob der Zähler online ist und ob der Wechselrichter dieselbe Netzleistung anzeigt, die auch auf dem Display des Zählers zu sehen ist.
SOLARKIT-Checkliste für die Inbetriebnahme nach dem Anschluss des intelligenten Zählers
Die folgende Liste fasst die Schritte des Artikels zu einer Überprüfung vor der Übergabe zusammen. Haken Sie jeden Punkt ab und halten Sie das Ergebnis im Inbetriebnahmeprotokoll fest.
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Zählertyp: Der Zähler ist in der Kompatibilitätsliste des Wechselrichterherstellers aufgeführt, und seine Kommunikationsparameter sind auf die Werkseinstellungen eingestellt.
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Messpunkt: Das Messgerät bzw. die Stromwandler (CTs) sind hinter dem Netzbetreiber-Zähler, vor jeder Abzweigung an den eingehenden Phasenleitern angebracht.
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CT-Richtung und Phase: Der Pfeil ist gemäß der Herstellerzeichnung ausgerichtet, und jeder CT befindet sich an der Phase des zugehörigen Spannungseingangs.
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Nullleiter und Absicherung: Der N-Leiter ist angeschlossen, die Absicherung der Spannungsmesszweige entspricht der Beschreibung des Messgeräts.
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Grundwerte: Die Phasenspannungen und -ströme stimmen mit den Messwerten des Multimeters und der Zangenamperemeter-Messung überein; bei ohmscher Last liegt der Leistungsfaktor bei etwa 1.
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Richtungsprüfung: Bei stillstehendem Wechselrichter und entladener Batterie zeigt das Messgerät pro Phase einen Verbrauch an, entsprechend dem vom Hersteller angegebenen Vorzeichen.
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CT-Übersetzung: Die im Messgerät eingestellte Übersetzung stimmt mit dem Wert auf dem Typenschild des eingebauten Stromwandlers überein.
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RS485: Die Polarität von A–B ist korrekt, die Abschirmung ist an einem Ende geerdet, die Anzahl der Abschlüsse wurde durch Widerstandsmessung überprüft.
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Wechselrichter-Einstellung: Das Messgerät ist freigeschaltet, Typ, Anschluss und Begrenzungswert sind gemäß der Netzfreigabe eingestellt, das Messgerät ist online.
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Dokumentation: Fotografieren Sie die Ausrichtungsrichtung der Stromwandler (CTs) und die Anschlüsse und erstellen Sie einen Screenshot der aktuellen Werte in der App. Ein Foto der Ausrichtungsrichtung kann Ihnen sogar einen unnötigen zweiten Einsatz ersparen.
Häufig gestellte Fragen
Kann der Anschluss des intelligenten Zählers selbst durchgeführt werden?
Das wird nicht empfohlen. Die Installationsanleitungen der Hersteller sehen vor, dass diese Arbeit ausschließlich von einem qualifizierten Elektriker durchgeführt wird, der mit den örtlichen Normen vertraut ist und geeignete Schutzausrüstung trägt. Die Arbeiten finden in der Nähe von unter Spannung stehenden Hauptleitungen statt, und der Sekundärkreis herkömmlicher Stromwandler kann bei Unterbrechung unter Last lebensgefährliche Spannungen abgeben. Ein fehlerhafter Anschluss beeinträchtigt zudem die Regelung, was zu unerwünschten Einspeisungen oder unnötigen Entnahmen führen kann.
Benötigt man einen intelligenten Zähler für den Hybrid-Wechselrichter, wenn keine Einspeisebegrenzung vorhanden ist?
Zur Optimierung des Eigenverbrauchs: Ja. Ohne Zähler erkennt der Wechselrichter den Netzimport und -export nicht, sodass bei einigen Herstellern die Batterie nur gemäß zeitgesteuerten Einstellungen geladen und entladen wird und der Betriebsmodus, der den Strombezug automatisch minimiert, nicht verfügbar ist. Auch für die Anzeige des Stromverbrauchs des Hauses werden die Daten des Zählers benötigt, und die Funktionen „Zero Export“ sowie die dynamische Begrenzung funktionieren ohne Zähler gar nicht.
In welche Richtung sollte der Pfeil des CT zeigen?
Es gibt keine allgemeine Regel, dies ist je nach Hersteller unterschiedlich. Laut der Anleitung von FoxESS in Richtung Netz, bei anderen Herstellern in Richtung Last und bei den Zählern von Huawei in die im Anschlussplan angegebene Richtung. Überprüfen Sie nach dem Anschluss bei bekannter Last und ausgeschaltetem Wechselrichter, ob der Zähler eine Einspeisung anzeigt. Wenn der Stromwandler verkehrt herum eingebaut wurde, lässt sich dies durch Vertauschen der Sekundärleitungen beheben, jedoch nur bei spannungsfreiem Primärleiter oder kurzgeschlossenem Sekundärleiter.
Warum zeigt mein Wechselrichter einen negativen Verbrauch an?
Der Wechselrichter berechnet den Verbrauch anhand seiner eigenen Ausgangsleistung und der Daten des Netzzählers; ein negativer Wert deutet daher auf einen Messfehler hin. Typische Ursachen sind ein verkehrt herum montierter Stromwandler, eine fehlerhafte Phasenzuordnung oder ein an einer Abzweigung angeschlossener Stromwandler. Wenn Sie nachts, auch ohne Stromerzeugung und -entnahme, einen negativen Wert sehen, handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um einen Installationsfehler.
Kann ich für meinen Hybrid-Wechselrichter ein Messgerät eines anderen Herstellers verwenden?
Nur, wenn der Wechselrichterhersteller dies ausdrücklich unterstützt. Der Wechselrichter liest die Daten des Zählers über ein festgelegtes Protokoll aus, daher geben die Hersteller die unterstützten Zählertypen an. EcoFlow weist beispielsweise darauf hin, dass die Kompatibilität der Zähler je nach Region und Version variieren kann. Auch die dreiphasige MBL0-Serie von Huawei unterstützt nur bestimmte Zählertypen, darunter den DTSU666-H 250 A/50 mA. Überprüfe daher vor dem Kauf immer die Kompatibilitätsliste des Herstellers.